Autohersteller: Diese Aktien könnten 2018 Gas geben

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Autohersteller: Diese Aktien könnten 2018 Gas geben

Physiker Richard Randoll ist überzeugt, dass in spätestens neun Jahren nur noch Autos mit Batterieantrieb gebaut werden. Seine Einschätzung begründet er folgendermaßen: Seit dem Jahr 2011 verdoppeln sich alle 15 Monate die Anzahl der Elektroautobesitzer. Randolls Beobachtungen decken sich auch mit den Investitionsplänen von BMW, Volkswagen und Daimler. 2018 und 2019 werden die ersten Tesla-Jäger aus der Deckung kommen, 2020 – so die Pläne der Automobilkonzerne – sollten dann endgültig die Dämme brechen. Das Jahr 2020 könnte die Automobilindustrie endgültig revolutionieren, denn dann sollen in jedem Autohaus bezahlbare Elektroautos zur Verfügung stehen, die eine Reichweite von mindestens 600 Kilometer schaffen.

Daimler steht bereits in den Startlöchern

Die ständigen Dieselskandale sorgten dafür, dass die Elektrofahrzeuge einen starken Auftrieb erlebten. Der Markt wächst rasant; noch hat Tesla die Nase vorne. Aber der Pionier der Elektrofahrzeuge darf keinesfalls die Konkurrenz ignorieren: Daimler will bereits im Jahr 2022 alle Modelle auch als Elektro- oder Hybridversion anbieten. Derartige Pläne haben natürlich auch Auswirkungen auf die Aktie des Automobilkonzerns – auch die Steuerreform, die demnächst in den USA verabschiedet werden soll, gibt dem Konzern Rückendeckung. Nachdem die Daimler-Aktie immer wieder mit kleineren Abstürzen zu kämpfen hatte, startete am 6. September der sogenannte Erholungskurs.

Elon Musk will im Jahr 2020 über eine Million Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen

Noch spielt es keine Rolle, dass der Elektrofahrzeug-Produzent Tesla die Ziele für das dritte Quartal verpasst hat. Die Profitabilität scheint den Investoren komplett egal zu sein. Sie konzentrieren sich vorwiegend auf das Absatzwachstum. Dabei steht vor allem das Model 3, die neue Tesla-Limousine, im Mittelpunkt. Aber auch hier gibt es Probleme: Produktionsengpässe sorgten dafür, dass im dritten Quartal nur 260 der geplanten 1.500 Autos gebaut wurden. Elon Musk, der Chef von Tesla, will im Jahr 2018 500.000 Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen; im Jahr 2020 soll erstmals die magische Grenze von einer Million überschritten werden. Würden die Verkäufe dieselbe Größenordnung erreichen, so wäre das eine Explosion, sofern die Zahlen aus dem Jahr 2016 herangezogen werden. 2016 verkaufte Tesla gerade einmal 76.230 Fahrzeuge.

BMW und Apple arbeiten bereits mit Samsung SDI zusammen

Auch Samsung SDI darf sich auf extrem spannende Jahre freuen. Die Produkte der Samsung-Tochter werden bereits jetzt schon von BMW und Apple, den wohl begehrtesten Marken der Welt, genutzt. So liefert Samsung SDI die Materialien für das iPhone X OLED-Display. Doch wichtiger ist das Geschäft mit den Autobatterien: Die Südkoreaner glänzten bereits auf der IAA, als ein neues Akku-Modulsystem präsentiert wurde, das eine Reichweite von rund 700 Kilometer ermöglicht. Jene Batteriefabriken, die sich in Europa und auch in Asien befinden, scheinen wohl auf Jahrzehnte hinaus ausgelastet zu sein. So will BMW – bis zum Jahr 2025 – 12 batteriebetriebene Fahrzeuge und noch weitere 13 Plug-in-Hybride auf den Markt bringen. Die Umsätze, die SDI bis zum Jahr 2018 wohl erzielen wird, könnten sich – seit dem Jahr 2016 – verdoppeln und zudem auch 20 Prozent der erzielten Gesamterlöse ausmachen.

Von |30.06.2018|Auto|0 Kommentare

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